Plastiken

Verbindung; 150/150/50cm; Haare, Draht

Studien zu VerbindungDer Seraphim; 100/50/140cm; Haare; Peddigrohr. Detailansichten.

Atelieransicht von Verbindung

Materialeinsatz

Mir ist es wichtig materialgerecht zu gestalten, das heißt: nicht gegen die Eigenschaften eines Materials zu arbeiten, sondern es gemäß seines Wesens einzusetzen. Dabei reizt mich aber auch, die Möglichkeiten und die Grenzen des Werkstoffs auszuloten und zu erweitern.

Lichtbarke I; 150/20/120cm; Haare, Beton, Kupfer
Lichtbarke II; 120/30/120cm; Haare, Beton, Kupfer

Kombination verschiedener Materialien

Das Wesen eines Werkstoffes in seinem Kontext zu erspüren ist für mich wie das Erforschen des Bedeutungsspektrums eines Wortbausteins in einer Sprache. Nur dass die Sprache nicht akkustischer, sondern visuell-haptischer Natur ist. Und verschiedene Werkstoffe zu kombinieren ist für mich wie das Sprechen- und Verstehen-Lernen von Sätzen mit Syntax und Grammatik. Wer sich darauf einlässt, dem öffnet sich dadurch wie dem sprechen lernenden Kind eine ganze Welt.

Ich trete darin ein wie in eine Neuschöpfung, wie in das Paradies.

Gestalt geben

Mich im künstlerischem Tun auseinanderzusetzen bedeutet für mich Kommunikation:

Jeder Mensch nimmt aus seiner Umwelt Impulse auf und integriert sie in sein System der Weltsicht. Im Gestalten gebe ich einem Aspekt meines Systems davon eine sinnlich wahrnehmbare Form, sodass ich mich anderen dadurch mitteilen, aber auch selbst reflektieren kann.

Lichtbarke III; 70/100/40cm; Beton, Wollfasern, Kupfer, Peddigrohr
Serie Norwegischer Sommer; Reduktion. 55/45/3cm; Gips, Wollfasern, Textilien
Serie Norwegischer Sommer; Himmelsweite. 57/46/3cm; Gips, Wollfasern, Textil, Zellulose, Fundstücke
Serie Norwegischer Sommer; Durchdringung. 47/59/3cm; Gips, Wollfasern, Textilien
Serie Norwegischer Sommer; Klarheit. 45/55/3cm; Gips, Wollfasern, Textilien, Fundstücke, Acryl
Serie Norwegischer Sommer; Wildnis und Zähmung. 45/55/3cm; Gips, Wollfasern, Textilien

Textile Techniken als Bildnerische Mittel

Ich verwende die Stricknadel wie einen Pinsel und sticke anstelle zu zeichnen.

Die dazu nötigen Garne stelle ich mir oft selbst her.

Fasern faszinieren mich, weil sie ein Geflecht bilden können wie Gedanken es tun. Sie breiten sich aus, verdichten sich und schaffen so Neues.

Und Spinnen und Dinge ersinnen hängen schon in den märchenhaften Überlieferungen zusammen: Die spinnenden Gestalten sind oft hexen- oder zwergenartige Charaktere. Sie helfen zwar mit ihren Fähigkeiten, ihre Gedanken sind oft aber hintergründig; siehe Rumpelstilzchen. Das geflügelte Wort „Der spinnt!“ weist ebenfalls darauf hin, dass man schon vor langer Zeit davon ausging, nicht nur die Fasern verbinden sich zu etwas Rätselhaftem, sondern auch mit den Gedanken desjenigen geht Ungewöhnliches vor. Die Spinne schließlich ist ein Tier, dem man sowohl mit Ekel vor seiner Wesensart als auch mit Respekt vor dem grazilen Netz, das sie erschaffen kann, begegnet.

Seiltänzerin. 20/15/45cm; Gips, Wollfasern, Haare, Fundstücke
Auster. 30/40/25cm. Beton, Wollfasern